Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums von Frauen in juristischen Berufen fordert die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen Sachsen gleichberechtigte Partizipation von Frauen in der Justiz.

 

Ein großes Verdienst der Weimarer Republik war das „Gesetz über die Zulassung der Frauen zu den Ämtern und Berufen in der Rechtspflege“, das mit der Veröffentlichung im Reichsgesetzblatt am 11. Juli 1922 in Kraft trat. Seitdem können Frauen nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Deutschland in den juristischen Berufen arbeiten. 

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen Sachsen, Andreas Ueberbach, stellt anlässlich dieses Jubiläums fest: 

„Frauen sind zwar in den richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Eingangsämtern zahlenmäßig hoch vertreten. In den Beförderungsämtern bleibt die Anzahl von Richterinnen und Staatsanwältinnen jedoch noch häufig zurück. Diesen Zustand gilt es zu hinterfragen. Eine gleichberechtigte Partizipation von Frauen in der Justiz ist erforderlich.“

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen Sachsen wird im Oktober 2022 eine Veranstaltung zu dem hundertjährigen Jubiläum von Frauen in juristischen Berufen durchführen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen werden, warum die Karrieren von Frauen in der Justiz häufig noch hinter denen von Männern zurückstehen sowie ob und ggf. welche politischen wie rechtlichen Maßnahmen erforderlich sind, um eine gleichberechtigte Partizipation zu ermöglichen.